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Wege von der Theorie zur Praxis

CdB

Tourist
Hallo Lauskopp,

es sei Dir verziehen, Du hast Dich nicht ganz durch das Thema gearbeitet. Sonst hättest Du gesehen, dass ich natürlich die kastrierten Rüden in Tierheimen erwähnt habe. Das gilt für Deutschland. In südlichen Tierheimen sieht es ganz anders aus.

Auch war nirgends von mir die Rede, es war eine neutrale Zusammenfassung und auch sicher kein Aufruf, etwas zu tun. Ich will auch nicht die moralische Keule schwingen, weil Moral immer Sache des Einzelnen ist. Außerdem ist es wohl selbstverständlich, dass das Wohl der Tiere im Vordergrund steht, da muss ich nicht von anderen Gesagtes zum x-ten Mal wiederholen. Ich hoffe, jeder, der das nicht berücksichtigt, bekommt vom Tier die Quittung postwendend. Die meisten sind zum Glück sehr wehrhaft.

Aber dass Du im Eingangsposting nicht gesehen hast, dass ich ausdrücklich geschrieben habe, eine schnelle Lösung gibt es nicht, das ist enttäuschend. Das was Du beschreibst, ist zum Beispiel das, was Fencehopper glauben - vermutlich nicht alle - und nicht ich, dass es so einfach wäre. Einzig, wie es schneller gehen könnte, wenn man einen Besitzer findet, der es gestattet oder man sonst einen Tip erhält.

Man mag die Umgehung der Tierbesitzer finden wie man mag. Aber mein Eindruck in diesem und anderen Foren ist der, dass die Mehrheit es eben nicht wagt, Gleichgesinnte zu finden, was immer auf ein Sich-Outen hinausläuft. Man kann aus diesem Umgehen von Haltern auch nicht automatisch ableiten, dass dadurch ein Tier oder der Halter geschädigt wird. Kommt immer drauf an, wie sind die Umstände, was geschieht und wo.

Grüße, CdB
 

stami

Esteemed Citizen of ZV
hhhm...
davon lese ich in deinem eröffnungsstatement gar nichts!

dein sinn war; "Gegenstand dieses Thema ist also, welche Strategien gibt es, um zu animalischen Kontakten zu kommen?"

berichtige mich, aber wo stand in deinem ersten beitrag etwas von tierwohl?

in deinem statement ging es um erwischt werden oder nicht erwischt werden aber null um die interessen der tiere.
immer schön bei den tatsachen bleiben.

man kann sich darüber ja unterhalten, keine frage, aber der ansatz war nicht der richtige, denke ich!
 

CdB

Tourist
Hallo Schuppentier,

na, das "mit allen Mitteln" das hast Du ja mehr als freizügig hinzugedichtet. Da würde auch Gewalt dazu gehören, das steht aber nirgends, genauso wenig wie ein Aufruf. Es ist nur eine Liste, was möglich wäre. Warum unbedingt so verdrehen? Vielleicht zur Erklärung: Ich gehöre zu den Menschen, die während sie durchs Leben gehen, sich immer alle eventuell möglichen Ereignisse vorstellen, um auf Überraschungen vorbereitet zu sein. Nein, bin kein Prepper. Und da ist so eine Liste einfach naheliegend.

Grüße, CdB
 

stami

Esteemed Citizen of ZV
Hallo zusammen, jetzt hab ich mich doch mal hinreisen lassen zu diesem Thema etwas zu schreiben. Auch wenn ich mich dadurch zum Meckerfritze der Nation mache. Sieht anderes Forum.

Man sieht ganz klar @CdB das du irgendwie keine Ahnung hast. Auch wenn du dich gewählt ausdrückst und die Syntax stimmt.

Also als aller erstes, Tierheimhunde sind zu 99% alle kastriert und wenn du mal gassi gehst und dann meinst du kannst ner hündin einfach mal so deinen “Schwengel irgendwo reinschieben kannst“, dann sieht man das du keine Ahnung hast.Ich habe 15 Jahre Ehrenamtlich Tiertransporte gemacht, nur zur Info. Ich weiß wovon ich rede.

Genuso wie mit einem Hengst oder Esel Hengst. Ich weiss nicht wie sich manche das vorstellen. Man kommt da hin, fasst nem Hengst an den Schlauch und los gehts. Ich mach dir nen Vorschlag: komm mal bei mir im Stall vorbei und fass demEsel an den Schlauch. Aber vorher untschreibst mir eine Erklärung das ich nicht schuld bin, das du ins Krankenhaus eingeliefert wirst. Hast mal nen normalen Hengst in Aktion gesehen? Nicht diese Videos, wo den Pferden die Beine zusammengebunden werden Oder die das schon Jahre geübt haben. Wenn dir 700kg aufs Kreuz steigen und dir ins Genick beißen?

Ich verstehe den Ganzen Anfangsbeitrag nicht, ganz Ehrlich. Es ist doch nicht anders wie bei Menschen. Steht man auf SM, dann braucht man nen Partner der Auf SM Steht oder geht zu jemanden der das anbietet. Mit den Tieren geht das auch so. WEnn ich Hunde mag, dann brauche ich einen Hund Oder Pferd. Wenn du dir keinen halten kannst dann mach dich auf die Suche nach gleichgesinnten. Ich habe auch einen Stall und eine Hündin, wenn Man das mag das muss man auch was dafür tun. Oder man sucht sich gleichgesinnte. Aber die Tierbesitzer zu betrügen und das vertrauen zu Miss brauchen, sie zu hintergehen, das geht gar nicht, das ist unterste Schublade.
ich würde nicht von syntax schreiben, wenn ich selbst nicht die kommasetzung beherrsche, die rechtschreibung und grammatik.
99% der tierheimtiere sind also kastriert? ist das eine universalerkenntnis von dir oder hast du dafür auch belastbare belege? für streunende katzen mag dies stimmen, aber für hunde? also in vielen ostdeutschen regionen wird kein hund im heim kastriert, allein schon aus kostengründen.
 

CdB

Tourist
Hallo Stami, wo steht etwas vom Gegenteil? Du kommst mir vor wie der amerikanische Verbraucherschutz. Wovor nicht gewarnt wird, dafür kann man verklagt werden. Oder was nicht da steht, nehmen wir das Gegenteil davon an. "Stecken Sie ihren Hamster nicht in die Mikrowelle!" kennt man vielleicht. Wie wäre es statt dessen damit, erst mal zu versuchen, es so auszulegen, dass keine schlechten Absichten gemeint waren? Erwarte ich zuviel? Dann ist mein Glauben an die Menschheit ein weiteres Stück mehr erschüttert.
Grüße, CdB
 

stami

Esteemed Citizen of ZV
Hallo Stami, wo steht etwas vom Gegenteil? Du kommst mir vor wie der amerikanische Verbraucherschutz. Wovor nicht gewarnt wird, dafür kann man verklagt werden. Oder was nicht da steht, nehmen wir das Gegenteil davon an. "Stecken Sie ihren Hamster nicht in die Mikrowelle!" kennt man vielleicht. Wie wäre es statt dessen damit, erst mal zu versuchen, es so auszulegen, dass keine schlechten Absichten gemeint waren? Erwarte ich zuviel? Dann ist mein Glauben an die Menschheit ein weiteres Stück mehr erschüttert.
Grüße, CdB

hhhm... du hast gerade das gegenteil behauptet. aber egal. du bist gut und hast ja 15 jahre erfahrung bla bla....
 

Lauskopp

Tourist
Hallo Stami, wo steht etwas vom Gegenteil? Du kommst mir vor wie der amerikanische Verbraucherschutz. Wovor nicht gewarnt wird, dafür kann man verklagt werden. Oder was nicht da steht, nehmen wir das Gegenteil davon an. "Stecken Sie ihren Hamster nicht in die Mikrowelle!" kennt man vielleicht. Wie wäre es statt dessen damit, erst mal zu versuchen, es so auszulegen, dass keine schlechten Absichten gemeint waren? Erwarte ich zuviel? Dann ist mein Glauben an die Menschheit ein weiteres Stück mehr erschüttert.
Grüße, CdB
ich würde nicht von syntax schreiben, wenn ich selbst nicht die kommasetzung beherrsche, die rechtschreibung und grammatik.
99% der tierheimtiere sind also kastriert? ist das eine universalerkenntnis von dir oder hast du dafür auch belastbare belege? für streunende katzen mag dies stimmen, aber für hunde? also in vielen ostdeutschen regionen wird kein hund im heim kastriert, allein schon aus kostengründen.
Ich habe ihn gemeint und von seiner Syntax gesprochen.
und ja ich weiß das mit den kastrierten Hunden. Aber wenn du ein Tierheim kennst, dann Glückwunsch. Die Hunde werden aus verschiedenen Gründen kastriert. Gruppenhaltung, auch geht es um die Vorsorge bei Hündinnen bzgl mammatumore und scheinträchtigkeit. Aber wie vorhin schon gesagt gibt es bestimmt auch Tierheime die das nicht machen.
 

CdB

Tourist
Hallo,
ganz so extrem ist das nicht mit den Tierheimen hierzulande. Wer sich mal überlegt, warum das so sein könnte, kommt bestimmt drauf... Sonst hätte ich es oben gar nicht erwähnt.
Ja, es gibt gute Gründe für Kastrationen - Freigänger, Krankheiten, aber auch dagegen wie zu hohe Belastung durch OP. Allerdings damit unerwünschtes Verhalten zu unterdrücken sehe ich grenzwertig, kommt auf den Fall an. Auch für Gruppenhaltung ist grenzwertig, es sind doch Rudeltiere. Wie ist es denn bei den Wölfen? Wenn die Rangfolge ausdiskutiert ist, klappt es. Und bei Equiden können Wallache durch Stuten gemobbt werden.
Grüße, CdB
 

Lauskopp

Tourist
Das ist nicht wahr. In welcher Welt lebst du denn? Das hat mit Rudeltier gar nichts zu tun. Wenn du fremde Hunde zusammensteckst, dann merkt man das. Du hast von nix Ahnung. Ein Rudel ist eine Familie oder eine Gruppe die sich gefunden hat. Wenn die Rüden alt genug sind suchen sie sich was eigenes oder übernehmen die Führung und die alten bleiben im Rudel. Und zu alledem ist ein Hund kein Wolf mehr. Auch wenn er davon Abstammt. Hunde sind von Menschen groß gezogen worden. Soviel geredet und so wenig Ahnung
 
Last edited:

Ruben

Citizen of Zooville
Nehmen wir nun mal einen konkreten Fall:

Sagen wir, ein Tier, zum Beispiel ein Rüde, bringt eindeutig zum Ausdruck, dass er Sex nicht abgeneigt wäre. Gehen wir weiter davonlaufen, dass dem tatsächlich so ist und nicht ein falsch verstandenes Dominanzverhalten dahinter steckt. Wessen Wille hat nun Vorrang, der des Rüden oder der des Besitzers?
Leute nicht zu hintergehen, ihr Vertrauen nicht zu missbrauchen, ist ethisch geboten. Du bist auf der anderen Seite nicht verpflichtet, dem Rüden seinen Wunsch zu erfüllen. Wenn du Sex mit dem Rüden hast, verhältst du dich daher ethisch falsch – wenn du es sein lässt, ist das nicht unethisch. Zumal es im Sinne deines Eingangspostings zu dem vermeintlichen Dilemma erst kommt, weil du dich vorsätzlich hineinmanövrierst. Deine Täuschung ist angelegt, bevor das Tier überhaupt den fraglichen Willen zeigt. Das hat auch wenig mit dem Besitzverhältnis zu Tieren zu tun, wie wir es pflegen. Wenn du Leute täuschst, um dich an eine Frau heranzumachen, für die niemand anderes zu entscheiden hat, mit wem sie Sex hat, als sie selbst, ist das auch falsch. Leute zu hintergehen ist das vordringliche Problem bei der Sache. Dass es um Tiere geht und überhaupt um Sex ist erst einmal nebensächlich.

Gehen wir tiefer in das Gedankenspiel. Wenn der Rüde später unerwünschtes Verhalten zeigt, was ist für ihn schlimmer, ein Leben mit Sexualtrieb und keiner Möglichkeit, ihm nachgehen zu dürfen, oder davon durch Kastration befreit zu werden?
Für einen Utilitaristen wäre das eine interessante Frage. Ich bin kein Utilitarist und ich habe auch keine Ahnung, wie man das messen sollte. Ich würde jedenfalls nicht wollen, dass mir jemand Geschlechtsteile amputiert, wenn ich auf absehbare Zeit keinen Sex haben kann. Siehst du das für dich anders? Anzunehmen, dass es der Wille des Hundes wäre, kastriert zu werden, oder dass ein Hund dafür im Nachhinein dankbar wäre, hielte ich auch für absurd.

Wenn nun ein Tier durch eine Zoo-Aktion danach ein unerwünschtes Verhalten zeigt, ist das Problem durch die Aktion entstanden oder bestand es in anderer Form schon vorher? Ich fürchte Letzteres trifft zu. Mein Überblick darüber im Allgemeinen ist sehr beschränkt, ich kenne keinen solchen Fall aus irgendeinem Forum. Es würde mich interessieren, ob wir hier über Theorie sprechen oder wie oft das tatsächlich passiert, dass beispielsweise eine Kastration erfolgte aufgrund eines Vorfalls.
Das zynische bei der Sache ist, dass die Kastration wahrscheinlicher ist, wenn der Vorfall unentdeckt bleibt, als wenn er ans Licht kommt. Wenn klar ist, dass das Verhalten durch einen Menschen ausgelöst wurde, der dem Tier unerwünschtes Verhalten beigebracht oder gestattet hat, wird man das Tier dafür vielleicht nicht "bestrafen". Wenn es aber für die Halter keinen ersichtlichen Grund gibt, warum das Tier plötzlich aufdringlich wird oder sich sonst anders verhält, ist es naheliegender, dass man auf ein solches Mittel wie die Kastration zurückgreift. Dass bei "Hypersexualität" von männlichen Tieren Kastration zu den Empfehlungen gehört, kannst du vielerorts nachlesen. Ich kann hier Google-Suchergebnisse reinkopieren, aber das bringt uns nicht wirklich weiter.

Du hast noch ein bisschen mehr dazu geschrieben, was auf die Argumenatition hinausläuft, dass das Ansinnen dieses Threads den Tieren ja vielleicht gar nicht schadet. Der eine oder andere Punkt wäre vielleicht wert, für sich genommen diskutiert zu werden. Hier lenkt das meiner Meinung nach nur ab vom zu verurteilenden, vorsätzlichen Hintergehen der Tierhalter.
 

CdB

Tourist
Hallo Ruben,

Du irrst oder lügst Dir in die Tasche, indem Du unterstellst, so ein Dilemma sei ein vermeintliches, in das man nur vorsätzlich gerate. Meiner Erfahrung nach verhält es sich genau umgekehrt, in den meisten Fällen gerät man in solche Situationen viel eher unerwarteterweise. Man muss nur aufmerksam sein und Tierbegegnungen genau beobachten. Ich kann verstehen, dass Tierbesitzer dazu vielleicht weniger Anlass haben und es daher nicht so mitbekommen, als Suchende.

Interessant, im Gegensatz zu Dir stelle ich den Menschen schon ewig nicht mehr über das Tier. Für mich sind deren Willen genau gleichwertig. Daher habe ich kein Standardrezept zur Lösung solcher Dilemma, sondern muss die jeweilige Situation individuell entscheiden. Ich mache daher auch niemandem den Vorwurf mangelnder Ethik, der ebenso vorgeht und jede Situation ergebnisoffen angeht. Ich schätze, in diesem Punkt werden wir nicht zu einem Konsens kommen.

Die Theorie, dass ein Tier überhaupt geändertes Verhalten zeigt, das sexuellem Kontakt mit Menschen hatte, möchte ich auch mal hinterfragen. Ich habe noch nie von einem konkreten tatsächlich belegten Fall gehört. Solche Meldungen tauchen imner wieder bei Nicht-Zoos auf. Was ich bisher nur gehört habe ist, dass solche Tiere, teils sogar nach Jahren, sich sehr genau daran erinnern, welche Person das war und gehen wieder auf Sie zu und auf sonst keine. Wie bekannt, suchen sich die meisten Säugetiere ihre Partner aus, unter ihresgleichen genauso wie unter Menschen.

Hypersexualität ist ein Krankheitsbild des Menschen und nicht einfach auf Tiere übertragbar. Mir scheint, hier wird ein starker Sexualtrieb einfach als krankhaft deklariert. Oder dominanzaggresives Verhalten, welches tatsächlich durch Testosteron verursacht wird, wenn wir mal von Rüden sprechen. Dass der Trieb durch die Praxis verstärkt wird, dafür würde ich gerne Belege sehen. Wenn es eine echte Krankheit wäre, ist es möglich. Kein Zweifel, starker Sexualtrieb stresst die Tiere, egal ob männlich oder weiblich. Zumindest das deutsche Tierschutzgesetz lässt aber keine Kastration zu wegen Sexualtrieb. Nur zur Vermeidung ungewollten Nachwuchses, sofern keine anderen Möglichkeiten bestehen oder zur Vermeidung gesundheitlicher Probleme wird der Tierarzt tätig werden.

Caniden sind zwar von ihrer wölfischen Abstammung darauf ausgelegt, dass das Rudel den Sexualtrieb kontrolliert, also wer mit wem und überhaupt darf, aber beim Hund ist der Mensch das Rudel. So muss der Mensch die Kontrolle übernehmen und läufige Tiere einsperren, wenn der Stress zu groß ist und Rüden stereotyp erlerntes Aufreiten aberziehen. Nordische Hunderassen, welche genetisch noch näher am Wolf sind, deren Sexualtrieb ist leichter zu kontrollieren.

Das war jetzt alles weitgehend auf Hund gemünzt. Bei anderen Tierarten verhält es sich ganz anders. Ich habe zum Beispiel noch nie gehört, dass irgendwo ein bestimmtes Sexualverhalten von Equiden oder anderen Tieren an sich auf sexuelle Kontakte mit Menschen zurückzuführen sei.

Grüße, CdB
 

Ruben

Citizen of Zooville
Du irrst oder lügst Dir in die Tasche, indem Du unterstellst, so ein Dilemma sei ein vermeintliches, in das man nur vorsätzlich gerate.
Bei deinem Thread hier geht es darum, wie man am besten vorsätzlich in diese Situation kommt. Lies deinen Eingangspost noch einmal durch – dann weißt du, wovon ich rede. Ich unterstelle nicht, man könne auf keinem anderem Weg in so eine Situation kommen. Was nicht geht, ist, dass du die Schwierigkeiten bei einem Dilemma, was tatsächlich unvorhergesehen aufreten kann, als Rechtfertigung für dein Verhalten heranziehst, wenn du diese Situation gezielt suchst und mit Kopfsprung darin eintauchst. Das ist dann genauso wenig ein Dilemma wie es ein Unfall ist, wenn du absichtlich in eine Wand rennst.

Interessant, im Gegensatz zu Dir stelle ich den Menschen schon ewig nicht mehr über das Tier. Für mich sind deren Willen genau gleichwertig. Daher habe ich kein Standardrezept zur Lösung solcher Dilemma, sondern muss die jeweilige Situation individuell entscheiden. Ich mache daher auch niemandem den Vorwurf mangelnder Ethik, der ebenso vorgeht und jede Situation ergebnisoffen angeht. Ich schätze, in diesem Punkt werden wir nicht zu einem Konsens kommen.
War das die Argumentation, die du schon vor meiner Antwort zurechtgefeilt hattest? Doof ist, dass es gar nicht passt zu dem, was ich schrieb. Im Gegenteil erläuterte ich, dass es ebenso falsch wäre, wenn du Leute hintergehst, um dich an eine Frau heranzumachen, obwohl sie selbst entscheiden kann, mit wem sie Verkehr hat. Ich habe die Situation bei einem Tier ausdrücklich der mit einem Menschen (Frauen sind Menschen, nebenbei bemerkt) gleichgesetzt. Die Krux liegt weder beim Tier noch beim Sex.

Das Problem ist, dass du Leute täuschen willst und ihr Vertrauen missbrauchen und für andere Ratschläge verbreiten, wie man das am besten macht. Das ist unethisch. Es wird dir nicht gelingen, das wegzudiskutieren.

Die Theorie, dass ein Tier überhaupt geändertes Verhalten zeigt, das sexuellem Kontakt mit Menschen hatte, möchte ich auch mal hinterfragen. Ich habe noch nie von einem konkreten tatsächlich belegten Fall gehört. Solche Meldungen tauchen imner wieder bei Nicht-Zoos auf. Was ich bisher nur gehört habe ...
Als Tierhalter kann ich sagen, dass es das Verhalten verändern kann. Wenn ein Rüde von einem Menschen Sex bekommt, dann wird er es oft auch bei anderen austesten. Damit kann man umgehen, wenn man es versteht. Und ein Rüde kann natürlich lernen, dass es bei den meisten Menschen, wenn sie auch sonst noch so intim mit ihm sind, inakzeptabel ist. Aber das ist etwas, was du als jemand, der sich an fremde Tiere heranmacht, nicht managen können wirst (du weißt ja anscheinend noch nicht einmal, dass es das Phänomen gibt). Und dass die Tierhalter das Verhalten nicht richtig verstehen, weil sie eben nicht wissen, was du hinter ihrem Rücken machst, ist gut möglich.

Auch kann es sein, dass der Hund sein Verhalten gegenüber Geschlechtsgenossen verändert, die er nun mehr als relevante Konkurrenz wahrnehmen kann. Wenn du so etwas bisher nur von Nichtzoos gehört hast, kannst du es im Bereich How To's and Educational auch von anderen Zoos lesen (zum Beispiel hier im Abschnitt "The emotional life of male dogs").

Hypersexualität ist ein Krankheitsbild des Menschen und nicht einfach auf Tiere übertragbar. Mir scheint, hier wird ein starker Sexualtrieb einfach als krankhaft deklariert. Oder dominanzaggresives Verhalten, welches tatsächlich durch Testosteron verursacht wird, wenn wir mal von Rüden sprechen.
Schlau, schlau. Deshalb hab ich "Hypersexualität" in Anführungszeichen gesetzt: Ich denke ebenso, dass das ganz oft eine Fehldeutung ist. Und genau für die kannst du verantwortlich sein, wenn du Leute hintergehst und die sich in der Folge Verhaltensänderungen ihres Tieres nicht richtig erklären können.
 

CdB

Tourist
Hallo Ruben,
schön, wenn ich Dich in einem Punkt missverstanden habe, dann stimmen wir wenigstens darin überein Aber wir drehen uns im Kreis, wenn nur die selbe Kernaussage immer und immer wieder wiederholt wird. Ich verstehe diese Herumreiterei auf der Täuschung anderer bei Dir nur dadurch, weil Du die Möglichkeit auf Dein Tier projizierst. Tatsächlich findet im Zusammenleben der Mebschen permanent Täuschung statt. Der Händler sagt Dir selten, was er bei einem Geschäft verdient, die Hersteller bauen in ihre Produkte geplante Obsoleszenz ein, Politiker erklären selten ihre Lobbyistentätigkeit, die Liste kann sIcher jeder endlos fortsetzen, es müssen nicht mal gesetzeswidrige Tätigkeiten sein. Kurz, permanent sind wir von Täuschungen umgeben, mal kleine, mal große. Meist geht's um den eigenen Vorteil, oder aber für irgendwelche Vorhaben. Wo soll da die Betroffenheit noch herkommen für das Thema hier? Wie gesagt, nur mein Versuch, andere Zoos zu verstehen.
Grüße, CdB
 

Ruben

Citizen of Zooville
Ja, stimmt schon, wir kommen da nicht voran. Aber ich werde auf diesem Punkt wohl weiter herumreiten, wenn das mit der Täuschung weiter relativiert und gerechtfertigt wird. ;) Es ist eben inakzeptabel und zerstörerisch fürs Vertrauen untereinander und auch ein vielleicht vorsichtiges Vertrauen anderer in uns.

Zu deinen Beispielen für Täuschung oder Ähnlichem im sonstigen Leben will ich anmerken, dass Frankreich geplante Obsoleszenz erst vor einer Handvoll Jahren ausdrücklich unter Strafe gestellt hat – das kann Leute ins Gefängnis bringen. Ich hoffe, dass andere EU-Länder dem folgen. In Deutschland wurde jüngst die Einrichtung eines Lobbyregisters beschlossen. Das zerstörerische Potenzial des einen wie ggf. auch des anderen (Lobbyismus ist nicht per se schlecht, aber Intransparenz der Volksvertreter diesbezüglich gegenüber dem Volk untergräbt Funktion und Legitimation der repräsentativen Demokratie) wird erkannt und Stück für Stück nun auch juristisch sanktioniert, was ethisch schon längst falsch war. Fehlverhalten anderer rechtfertigt im Übrigen kein eigenes Fehlverhalten.

Die Frage, wo die Betroffenheit noch herkommen soll, wenn man so etwas gewohnt ist, kann ich schon verstehen. Aber wo soll das Hinführen? Du willst vermutlich nicht rechtfertigen, dass irgend jemand hier oder woanders dich hintergeht, oder? Falls du hier im Forum Kontakte knüpfen möchtest, wäre es dir sicherlich nicht egal, wenn der dich dann outet oder für seine zugesicherte Vertraulichkeit plötzlich bezahlt werden möchte. Selbst wenn du ganz anonym bleibst, hoffst du vermutlich, dass man in Diskussionen deinen Beiträgen einen Wert beimisst und sie nicht schlicht damit abtut, dass du dich der Täuschung in der Welt ergeben und angeschlossen hast und sie daher quasi beliebig und wertlos sind.
 

CdB

Tourist
Hallo, ja, ist leider so dass man immer und überall beschissen wird. Wer dem nicht zustimmt, der werfe den ersten Stein. Ich sehe keine Tendenz, dass sich das irgendwo im Großen oder auch nur im Kleinen verbessert. Und klar, das findet niemand schön. Es ist wie bei der Korruption, wenn Du nicht mitmachst, bist Du der ...

Aber ich unterstreiche nochmal, es geht hier nicht um mich, sondern um die Gesamtheit der Suchenden. Hier im Forum wird wohl keiner sich der Illusion hingeben, dass Kontakte rein platonisch gemeint sind, sofern sie über das Forum hinaus gehen. Insofern kann es nur um Kontakte gehen, die ohne das Forum zustande kommen. Und hier ist eben die Moral der jeweiligen Person gefragt. Ist kein Naturgesetz, meine Tips unehrlich zu nutzen.

Kontakte über das Forum sehe ich als gefahrlos, sofern beide Seiten es schaffen, dafür zu sorgen, dass man vom jeweils anderen soviel weiß wie der über einen selbst. Ich bin schon zu lange in Foren unterwegs als dass ich glauben würde, man kann es immer allen recht machen. Wer das versucht, reibt sich nur auf. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich in Foren meist Grüppchen bilden, je länger sie existieren. Es wäre zwar wünschenswert, dass immer jede Meinung respektiert wird, ohne dass von irgendwoher Gegenkommentare kommen, doch das klappt nicht mal bei Harmoniesüchtigen. Je eher man das akzeptiert, desto gesünder. Und was Beiträge angeht, es gibt solche und solche. Eine Sorte der beiden kommt immer gut an.

In Frankreich ist es in Sachen Zoo extrem rigide. Dort ist selbst der Besitz von Zoo-Material verboten. Hier noch eine umfassende Übersicht zur Rechtslage in Sachen Zoophilie weltweit:
Legalität der Bestialität nach Land oder Gebiet

Grüße, CdB
 

Ruben

Citizen of Zooville
Wie gesagt ... du schaffst die beschissene Welt mit, wenn du das so sehen willst und lebst, dass man überall beschissen wird. Es muss aber nicht so sein. Dass es manchmal passiert, das können wir nicht verhindern. Aber dass es überall passiert ... Das kann tatsächlich jeder Einzelne durch sein Verhalten widerlegen.

Kontakte müssen nicht mit sexuellen Hintergedanken geknüpft werden. Das entspricht auch nicht meiner Erfahrung. Über die Jahre habe ich eine Reihe von Bekanntschaften über Zooforen gemacht und es ging dabei nicht um Sex. Es mag bei dir so sein – klar, die Männer und Frauen ohne eigene Tiere, die im Kontaktbereich entsprechende Gesuche starten, haben sicherlich auch die Hoffnung, dass es sexuell wird. Aber da liegt die Phanasiequote sicherlich weit jenseits der 90%. Dass sich Zoos immer mit sexuellen Hintergedanken in Foren verabreden würden, ist jedenfalls ein verzerrtes Bild, dass man so nicht guten Gewissens stehen lassen kann.

Schau mal, die meisten Kontakte von Menschen überhaupt sind nicht sexueller Natur. Warum sollte es bei Zoos anders sein? Zumal Zoos ja eine Neigung zu nichtmenschlichen Tieren haben und jene Tiere gar nicht in Foren schreiben. Aber die allermeisten Zoos haben jenseits ihrer Neigung zu Tieren das Bedürfnis, sich mit den eigenen Artgenossen auszutauschen. Das kann man mit Nichtzoos tun, aber manchmal ist es nett, auch andere Menschen treffen zu können, mit denen man auch als Zoo mal über Intimes sprechen kann. Deshalb muss man nicht miteinander sexuell aktiv werden. Foren bieten die Möglichkeit, solche Bekanntschaften zu machen. Das ist keine Illusion.

Die verlinkte Übersicht zur Rechtslage in Sachen Zoophilie ist unzuverlässig. Für Deutschland – was für die meisten im deutschsprachigen Bereich hier am interessantesten sein dürfte – wird die Rechtslage falsch dargestellt.
 

stami

Esteemed Citizen of ZV
Hallo Ruben,
schön, wenn ich Dich in einem Punkt missverstanden habe, dann stimmen wir wenigstens darin überein Aber wir drehen uns im Kreis, wenn nur die selbe Kernaussage immer und immer wieder wiederholt wird. Ich verstehe diese Herumreiterei auf der Täuschung anderer bei Dir nur dadurch, weil Du die Möglichkeit auf Dein Tier projizierst. Tatsächlich findet im Zusammenleben der Mebschen permanent Täuschung statt. Der Händler sagt Dir selten, was er bei einem Geschäft verdient, die Hersteller bauen in ihre Produkte geplante Obsoleszenz ein, Politiker erklären selten ihre Lobbyistentätigkeit, die Liste kann sIcher jeder endlos fortsetzen, es müssen nicht mal gesetzeswidrige Tätigkeiten sein. Kurz, permanent sind wir von Täuschungen umgeben, mal kleine, mal große. Meist geht's um den eigenen Vorteil, oder aber für irgendwelche Vorhaben. Wo soll da die Betroffenheit noch herkommen für das Thema hier? Wie gesagt, nur mein Versuch, andere Zoos zu verstehen.
Grüße, CdB
der versuch misslingt dir nur irgendwie. bisher liest sich alles von dir, nach deinem ersten beitrag, wie eine rechtfertigung bzw. ein uns klar machen wollen das wir dich nur missverstanden haben. habe ich aber nicht! ruben glaube ich auch nicht.

es ist einfach aus tierschutzgründen keine gute idee ein tierheimhund z.b. zu animieren sex mit dir oder einem imaginären "zoo" zu haben. es ist auch keine gute idee sich das vertrauen von stallbesitzern zu erschleichen, nur um mit fremden tieren sex zu haben.

das kann man anders sehen, aber es bringt dich auch nicht weiter wenn du um den heißen brei tanzt und nun so tust als hättest du es nicht so gemeint und die werbung und die politik, die lobbyisten und und .....

augenwischerei!!!

das macht dich nur unglaubwürdig. sorry
 

CdB

Tourist
Hallo stami,

Dir werde ich es nicht recht machen können, c'est la vie. Es gibt nichts zu rechtfertigen und es bringt nichts, sich bei mir über den Zustand der Welt zu beschweren, dafür solltest Du eine höhere Instanz anrufen.
Grüße, CdB
 
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